Italienische Sprache
Die italienische Sprache wird aufgrund ihrer Herkunft und Entwicklung zu den romanischen Sprachen, welche übergeordnet zu den indogermanischen Sprachen gehört, gezählt. Genauer wird die italienische Sprache innerhalb der Romanistik den italoromanischen Abkömmlingen zugerechnet. Eine enge Verwandtschaft von Wortbildung und –schatz besteht vor allem zu der lateinischen Sprache. Gesamthaft betrachtet wird die italienische Sprache von etwa 70 Millionen Menschen als ihre Muttersprache bzw. sekundäre Muttersprache bezeichnet.
Davon macht die Bevölkerung Italiens den überwältigenden Grossteil aus. In gewissen grenznahen Regionen des Landes gilt Italienisch aber oft nicht als eigentliche Muttersprache, wie etwa in Teilen des Südtirols oder im Friaul. In diesen Orten wird meistens spätestens mit dem Eintritt in die Schule das Italienisch, welches überall in Italien als Amtssprache gilt, erlernt. Grob wird das italienische Sprachgebiet in drei Dialektgruppen unterteilt: Nord-, Mittel- und Süditalien besitzen ihre jeweiligen Idiome. Insbesondere das in Sizilien gesprochene Italienisch weist grosse Idiosynkrasien auf.
Italienische Kulturgeschichte
Italien spielte in der Herausbildung der europäischen Kultur- und Geistesgeschichte eine herausragende Rolle. Noch einem Wolfgang von Goethe galt Italien als das geheiligte Land, als der Ursprung von Muse und Schönheit. Insbesondere in der klassischen Antike galt Rom als der Nabel der Welt, nicht nur in machtpolitischen Fragen. Zwar rezipierten die Römer einen Grossteil ihrer Kultur von ihren eigentlichen Vorgängern als Dominatoren des Mittelmeerraumes – den Griechen,- doch vor allem auf Gebieten wie der Literatur, Architektur und vorwiegend dem Rechtswesen üben ihre Hinterlassenschaften eine bis heute anhaltende Wirkung aus.
Obwohl Italien während des Mittelalters vor allem als Schauplatz unzähliger Kriege diente, hatte die europäische Renaissance in verschiedenen Städten wie Florenz, Venedig und Rom ihre hauptsächlichen Zentren. In dieser Zeit galt den zeitgenössischen Künstlern wiederum das antik-klassische Erbe als Vorbild. Insbesondere in der Malerei stand mit Michelangelo, Leonardo da Vinci und Raffael die italienische Kunst am höchsten Zenit der Welt.